Heute stand zunächst eine heisse Dusche für uns am Programm. Wahsinnig belebend!
Anschliessend sind wir runter zum Strand und haben sowohl die Sonne als auch die wundervolle Aussicht genossen. Wirklich mal toll die Sonne zu spüren. Das hat unsere Laune deutlich gehebt.
Anschliessend haben wir uns um die Verlängerung unseres Aufenthaltes hier am Campingplatz gekümmert. Ein bisschen komisch ist das hier ja schon. Anscheinend gibts Richtlinien, nach denen ein Zeltplatz erst nach 11 Uhr erneut vergeben werden darf. Da aber die Plätze eigentlich um 11 Uhr geräumt werden sollten passt das nicht ganz zu der Idee die Zelte mal stehen zu lassen. Na wie dem auch sei, es hat letztlich geklappt und platztechnisch sind wir immernoch hier.
Anschliessend haben wir dann mal ausgiebiger und mit einer nie dagewesenen Vielfalt gefrühstückt/mittaggegessen. Eine neue Brotsorte (Körnerbrot mit Cranberrys) hat unsere Begeisterung geweckt. Dazu noch Salami (bisher hatten wir ja nur Kochschinken) und letztlich unser Highlight: Leberwurst.
Klingt für den ein oder anderen jetzt nicht besonders toll, aber wir haben uns irgendwie an einen gewissen Minimalismus gewöhnt. Und ganz ehrlich, schlecht ging es uns die ganze Zeit über eigentlich nie.
Jedenfalls stand heute die Wale-watching-tour noch mit am Programm. Nach unserem kurzen Einkaufstripp (Chips zum genialsten Mango-Dipp gehen zur Neige und wir wollten mehr von dem feinen Körnerbrot) sind wir dann äußerst pünktlich bei der Eventfirma angekommen.
Firmen die so Ausflüge zu Wasser oder Luft anbieten gibts ja hier wie Sand am Meer, doch die unsere machte uns von Anfang an einen guten Eindruck. Jedenfalls bekamen wir so tolle Hochseerettungsanzüge, die extreeem heiß aussahen. Na zumindest haben sie warm gehalten und hätten uns zur Not, also im Falle des Kenterns, auf dem Wasser und warm halten sollen. Dazu kam es aber nicht. 😉
Etwa eine halbe Stunde nachdem wir mit dem Speed-boat gestartet sind, sahen wir auch schon die ersten Wale. Grauwale, die nur kurz an die Oberfläche kamen um frische Luft zu schnappen. 😉
Seelöwen und viele, viele Möwen sahen wir im weiteren Verlauf der Tour auch jede Menge.
Anschliessend haben wir von der Veranstaltungsfirma noch eine heisse Schokolade bekommen. Das tat gut! (Na für 99 CAD darf das schon drin sein 😉 )
Weil wir uns riesig aufs Fischessen gefreut haben, war das unser heutiger Tagesabschluss. Im „The Sea Shenty“ gab es vorzüglichen Lachs auf dem Zedernholz gegart auf Reis mit Gemüse der Saison (für den Johannes und mich) und Jan hat sich für das Meeresfrüchterisotto entschieden. Alles war wahrlich ein Traum.
Um den eingangs beschriebenen Minimalismus endgültig Ding gar zu machen haben wir uns dann auch für Nachspeisen entschieden. 2x Schokokuchen (ein Gedicht!) und auch der Käsekuchen waren wahrlich sehr deliziös. Auch wenn wir preislich etwas nobler unterwegs waren, finden wir es durchaus angemessen. 




Ein paar Worte vielleicht noch zu diesem Zeltplatz: Ich bin wirklich ein Fan davon. Zwar sind wir uns einig, dass der Erste in Banff den wir hatten, bei dem wir auch länger geblieben sind (bzw immer wieder hingefahren sind 😀 ) der schönste war, doch dieser hier gastiert derzeit auf platz zwei. Dieses Flair, bedingt durch den Regenwald wird man wohl kaum wo anders so finden. Jeder ist für sich, und dennoch kann man hier beim spazierengehen erkennen, dass genau das von vielen genossen wird. Kleine Lagerfeuer an denen Väter mit ihren Söhnen Würstln grillen, Familien, die komplett lesend unter einer Plane sitzen, und Pärchen die sichs unter der Markise ihres Campers gemütlich machen. Und wir mitten drin. Am Handy spielend, ebooks lesend oder eben diesen Artikel schreibend.
In diesem Sinne verabschiede ich mich für heute ins Zelt, um den vorletzten der Eberhöfer-Krimis gar fertig zu lesen. (Den Rest habe ich nämlich jetzt auch schon durch 😉 )




