Kanada Reisen

Die Insel: Tag 2


Heute morgen sind wir glaube ich alle fast gleichzeitig aufgewacht.

Es war wieder 8:30 Uhr wie wir Zähnegeputzt und unseren Aufbruch gestartet haben. Gegen 09:15 Uhr sind wir dann losgefahren. Es begann langsam wieder zu regnen.

Während wie weiter Richtung Tofino gefahren sind, sind wir mehrere Starkregengebiete durchfahren. Nun aber der Reihe nach.

Diejenigen unter euch, die wissen, dass der Johannes und ich bei der Feuerwehr sind und zumindest ich auch im Rettungsdienst ehrenamtlich tätig bin, könnnen sich ansatzweise vorstellen, was es für uns bedeutet an einem frisch passierten Unfall vorbeizukommen. … So war das auch heute morgen, keine 4 km nachdem wir auf dem Highway waren.

Allerdings muss ich bemerkenswerterweise gestehen, dass hier in Kanada die Hilfsbereitschaft eine ganz andere ist als die, wie sie in Deutschland zu finden ist. Nun zum Unfall selbst: eine kleiner Limousine ist wohl in den Gegenverkehr geraten, und wurde von letzterem anschließend in den Straßengraben befördert. Statt zu glotzen und mit dem Handy zu filmen sind bereits ca 5 Fahrzeuge angehalten und haben die verunfallten Personen mit Decken versorgt und erste Hilfe gerufen. Außerdem war das Kanadische RTW bereits auf Anfahrt und kam kurz nach uns zu dem Unfall.

Weil bereits so viele Menschen halfen sind wir weitergefahren. Alle mit einem klammen Gefühl im Magen.

Ca 30 km später sind wir dann in einen Stau geraten. Konnten aber nach einer Weile hervorragend auf die zweite Unfallstelle blicken. Hier mussten wir auf den Abschleppdienst warten. Das hat mal eben 45 Minuten gedauert, aber dank des Regens hätten wir sowieso wenig anstellen können.

Ein komischer Tag also!

Die Weiterreise über die einzige Straße, die nach Tofino führt verlief bis auf die Baustelle (mal eben 35 Minuten warten, bis die nette Dame das Schild von „Stop!“ auf „slow“ umdrehte) reibungslos und ohne größere Vorkommnisse.

Zunächst sind wie auf Tofino durchgefahren, wussten aber nicht recht viel mit uns anzufangen, sind also bei strömendem Regen durch die Straßen und Seitenstraßen des Städchens gefahren. Mal eine andere Sightseeing-Tour. 🙂

Weil wir uns ein Nachtlager sichern wollten sind wir anschliessend wieder zurückgefahren. Zurück zu dem Nationalpark durch den wir zuvor sind. Hier gibt es zwar einen Campingplatz, aber an dessen Strassenschild stand ein „Full, No Camping“. Da das aber längst nichts heissen muss, sind wir nun an eben jenem Campingplatz. Ein wahrlich toller Platz!

Mittn im Regenwald (geregnet hat es tatsächlich viel, sodass wir nach dem Zeltaufbau erstmal im Auto saßen und gelesen haben), perfekt ausgestattet, mit sauberen Duschen, WCs und Feuerstellen. Ausserdem direkt an der Küste, sodass man(n) hier durchaus auch im Pazifik baden könnte.

Weil es nach dem Zeltaufbau so geregnet hat, sind wir nochmal nach Tofino, und haben dort unsere Wale-Watching Tour für morgen gebucht, die nötigen Einkäufe getätigt und sind ein wenig durch Torfino gelaufen. Man muss jeden regenfreien Moment nutzen und genießen!

Abends gabs dann noch Bratkartoffeln, Hotdog-Würstchen. Kulinarisch wahrlich kein Hit, aber wir haben beschlossen die Tage noch Fisch-Essen zu gehen 😉

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